Was sind Performance-Max-Kampagnen?

Automatische Erstellung und Ausspielung von Werbemitteln mit einer hohen Reichweite – die Performance-Max-Kampagnen von Google Ads machen diesen Traum wahr. Seit Mitte 2021 ist der neue Kampagnentyp verfügbar. Lohnt er sich? Lassen sich so tatsächlich maximal erfolgreiche Maßnahmen umsetzen? Wir haben die Funktion ausgiebig getestet und teilen unsere Erfahrung mit Dir. Was verbirgt sich hinter Performance-Max-Kampagnen, wie werden diese erstellt und welche Vor- und Nachteile bringe sie für Werbetreibende mit sich? Alle Infos hierzu findest du in unserem Beitrag!

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Performance Marketing Kampagnen?
  2. Was bedeutet PMax?
  3. Wo werden Performance-Max-Kampagnen ausgespielt?
  4. Wie werden PMax-Kampagnen erstellt?
  5. Was ist ein guter CPC bei Google Ads?
  6. Unterschied: PMax vs. klassische Kampagnen
  7. Performen PMax- besser als Suchkampagnen?
  8. Vorteile von Performance-Max
  9. Nachteile von Performance-Max
  10. Fazit

1. Was sind Performance-Max Marketing-Kampagnen?

Performance-Max Kampagnen sind neues Kampagnenformat innerhalb von Google Ads, die darauf abzielen, das volle Potenzial der Google-Advertising-Plattform zu nutzen. Der Name lässt es schon erahnen: Hier geht es darum, das Maximum aus Deinen Kampagnen herauszuholen und Conversions zu maximieren, zum Beispiel:

  • Leads
  • Käufe
  • Klicks
  • Registrierungen

Der neue Kampagnentyp ermöglicht es Werbetreibenden, Kampagnen vollautomatisch zu erstellen. Google kombiniert dabei die Ausspielungsmöglichkeiten der verschiedenen Kampagnentypen.

Im Gegensatz zu traditionellen Suchanzeigen, die nur in den Suchergebnissen erscheinen, erstrecken sich P-Max Kampagnen über das gesamte Google-Werbenetzwerk: Suchnetzwerk, Display-Netzwerk, YouTube, Gmail und Maps. Damit wird sichergestellt, dass deine Werbung dort präsent ist, wo sich die Zielgruppe aufhält, und dass durch ein kombiniertes, intelligentes Bieten das beste Resultat für dein Budget erzielt wird.

2. Was bedeutet PMax?

PMax steht für „Performance Max“ – also maximale Performance.

Der Name beschreibt bereits das Ziel: Google nutzt KI, um aus allen verfügbaren Daten die bestmöglichen Resultate für deine Kampagne herauszuholen.

Das bedeutet konkret:

  • automatisierte Gebotsstrategien
  • automatische Zielgruppenansprache
  • automatische Kombination von Creatives
  • automatisierte Attribution
  • kanalübergreifende Ausspielung

3. Wo werden Performance-Max-Kampagnen ausgespielt?

Performance-Max-Kampagnen werden über alle Google-Kanäle hinweg ausgespielt:

  • Google Search
  • YouTube
  • Google Display Netzwerk
  • Google Shopping
  • Gmail
  • Google Discover
  • Google Maps

Genau hier liegt der größte Unterschied zu klassischen Kampagnen: Du steuerst nicht mehr den Kanal, sondern nur noch das Ziel.

4. Wie werden PMax-Kampagnen im Google Ads Konto erstellt?

Um eine Performance-Max Kampagne erstellen zu können, navigiere in deinem Google Ads Account zu Kampagnen und erstelle eine neue Kampagne. Wähle „Performance Max“ als Kampagnentyp aus. Die Erstellung von Performance-Max-Kampagnen ist anschließend vergleichsweise einfach möglich. Grob heruntergebrochen sind dies die nötigen Schritte:

  1. Definiere das (Conversion-) Zielvorhaben
  2. Gib der Kampagne einen Titel
  3. Lege ein Budget fest
  4. Lege eine Asset-Gruppe wie Überschriften, Text Assets, Videos oder Bilder an (es sind maximal 5 Asset-Gruppen möglich)
  5. Zielgruppen-Signale hinzufügen (optional, aber empfehlenswert)
  6. Lege im Werbezeitplaner fest, wann und wo Deine Anzeige ausgespielt werden soll (Uhrzeit / geographische Eingrenzung)
  7. Überprüfe deine Einstellungen und klicke auf Kampagne veröffentlichen.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei ein sauber aufgesetztes Conversion-Tracking – nur wenn Conversions korrekt erfasst werden, kann der Algorithmus die Kampagne sinnvoll aussteuern und optimieren.

5. Was ist ein guter CPC bei Google Ads?

Ein „guter“ CPC (Cost per Click) lässt sich nicht pauschal festlegen, da er von mehreren Faktoren abhängt.

Entscheidend ist zunächst der Kampagnentyp:

  • In klassischen Suchkampagnen sind die Klickpreise in der Regel höher, da hier gezielt auf konkrete Suchanfragen mit hoher Kaufabsicht geboten wird.
  • Bei Performance-Max-Kampagnen sind die CPCs häufig niedriger, weil die Ausspielung kanalübergreifend erfolgt und auch günstigere Ads Inventare (z. B. Display oder YouTube) einbezogen werden.

Zusätzlich spielt die Branche eine große Rolle. Je höher der Wettbewerb um bestimmte Zielgruppen oder Keywords, desto höher fallen in der Regel auch die Klickpreise aus.

Wichtiger als der CPC selbst ist jedoch immer die Frage: Wie effizient wandelt sich der Klick in eine definierte Aktion (z. B. Lead oder Kauf) und wie hoch ist dein CPA (Cost per Action)?

Ein niedriger CPC bringt wenig, wenn keine Conversions entstehen – und ein höherer CPC kann absolut sinnvoll sein, wenn die Kampagne profitabel arbeitet.

6. Unterschied: PMax vs. klassische Kampagnen

Der größte Unterschied zwischen Performance-Max und klassischen Google Ads Kampagnen liegt im Grad der Automatisierung und der Steuerungsmöglichkeiten.

Während klassische Kampagnen – wie Displaykampagnen, Such-, YouTube- oder Shopping-Kampagnen – jeweils separat aufgesetzt und gesteuert werden, bündelt PMax alle Kanäle in einer einzigen Kampagne. Das bedeutet: Statt einzelne Kampagnen für unterschiedliche Kanäle zu erstellen, übergibst du bei PMax einen Großteil der Steuerung an den Google-Algorithmus.

In klassischen Kampagnen hast du die volle Kontrolle über

  • Keywords,
  • Gebote,
  • Zielgruppen und
  • Platzierungen.

Du kannst gezielt steuern, wann und wo deine Anzeigen erscheinen und detailliert nachvollziehen, welche Maßnahmen zu welchen Ergebnissen führen.

Bei Performance-Max-Kampagnen funktioniert das anders: Hier definierst du primär Ziele, Budget und Assets – alles Weitere übernimmt Google automatisiert. Der Algorithmus entscheidet selbstständig, welche Kombination aus Kanal, Zielgruppe und Werbemittel am besten performt. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Automation, aber auch eine geringere Transparenz und weniger direkte Eingriffsmöglichkeiten.

Klassische Kampagnen:

  • kanalgetrennt (Search, Display etc.)
  • manuelle Keyword-Steuerung
  • volle Kontrolle über Targeting
  • transparente Auswertung

PMax-Kampagnen:

  • kanalübergreifend
  • keine klassische Keyword-Steuerung
  • stark automatisiert
  • eingeschränkte Transparenz

Klassische Kampagnen bieten also maximale Kontrolle und Transparenz, während PMax-Kampagnen auf Automation und kanalübergreifende Skalierung setzen.

7. Performen PMax-Kampagnen besser als Suchkampagnen?

Nein – sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Beide Kampagnenarten haben ihre klare Daseinsberechtigung in moderner Onlinewerbung, sie verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. Welche Variante besser geeignet ist, hängt immer von den konkreten Rahmenbedingungen ab: also von deinem Kampagnenziel, dem verfügbaren Budget, der vorhandenen Datenbasis und der übergeordneten Marketingstrategien.

Klassische Searchkampagnen spielen ihre Stärke vor allem dann aus, wenn bereits eine konkrete Nachfrage vorhanden ist. Nutzer suchen aktiv nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen – und genau hier kannst du gezielt ansetzen und sehr kontrolliert steuern.

Suchnetzwerk-Kampagnen sind ideal, wenn:

  • klare Suchbegriffe und Keywords vorhanden sind
  • bestehende Nachfrage nach einer Marke, Produkten oder Dienstleistungen gezielt abgegriffen werden soll
  • maximale Kontrolle über Gebotsstrategie, Keywords und Anzeigen gewünscht ist
  • Branding geschützt werden soll

Performance-Max-Kampagnen setzen hingegen früher im Funnel der Customer Journey an und sind breiter aufgestellt. Sie setzen stärker auf Automatisierung und darauf, Nutzer kanalübergreifend zu erreichen – auch dann, wenn noch keine aktive Suche stattfindet. Dadurch eignen sie sich besonders gut für Skalierung und das Erschließen neuer Potenziale.

Performance-Max-Kampagnen eignen sich besonders, wenn:

  • ausreichend Budget zur Verfügung steht
  • mehrere Google-Kanäle gleichzeitig genutzt werden sollen
  • neue Zielgruppen erschlossen werden sollen
  • gute Creatives bereitgestellt werden
  • klare Conversion-Ziele existieren und bereits ausreichend Conversion-Daten vorhanden sind, damit der Algorithmus effektiv lernen kann

Search ist oft effizienter, wenn es um gezielte Nachfrage und Kontrolle geht, während P-Max seine Stärken bei Reichweite, Skalierung und Automation ausspielt.

Die besten Ergebnisse entstehen daher selten durch ein „Entweder-oder“, sondern durch eine strategische Kombination beider Kampagnentypen.

8. Vorteile von Performance-Max?

Der neue Kampagnentyp von Google Ads bringt einige Vorteile mit sich. Der Wichtigste ist zweifelsohne die einfache Automatisierung von Kampagnen. Nie war es leichter, aus verschiedenen Creatives unterschiedliche Werbemittel zusammenzusetzen und über alle Kanäle auszuspielen. Da viele Kampagnentypen in einem kombiniert werden, ist der Zeitaufwand deutlich geringer als bei Standard-Kampagnen.

Mit hinterlegten Assets wie Videosnippets oder Bildern kann Google zudem automatisiert Videos erstellen. Die Videos können gut sein, müssen es aber nicht. Daher solltest Du Dich nicht unbedingt auf diese Funktion verlassen und stattdessen selbsterstellte Videos als Assets hinterlegen, wenn du dein Branding schützen möchtest.

Auch die Reichweite ist ein klarer Vorteil. Bei genügend Budget werden viele Daten generiert und der Algorithmus somit trainiert.

Zusammengefasst sind die Vorteile von P-Max folgende:

  • Automation spart Zeit
  • Hohe Reichweite über alle Kanäle
  • Nutzung von Machine Learning
  • Dynamische Kombination von Creatives
  • Skalierbarkeit bei ausreichend Budge

9. Nachteile von Performance-Max?

So leistungsfähig Performance-Max-Kampagnen auch sind, sie bringen auch einige klare Einschränkungen mit sich.

Der größte Nachteil liegt in der eingeschränkten Steuerbarkeit. Im Vergleich zu klassischen Kampagnen hast du deutlich weniger Einfluss darauf, welche Zielgruppen konkret angesprochen werden und in welchem Kontext deine Anzeigen erscheinen. Viele Entscheidungen werden vom Algorithmus getroffen, ohne dass du diese im Detail nachvollziehen oder aktiv steuern kannst.

Damit einher geht eine reduzierte Transparenz. Die Auswertungsmöglichkeiten sind aktuell begrenzt, insbesondere wenn es um die Performance einzelner Kanäle geht. Du siehst zwar Gesamtergebnisse, aber weniger, welcher Kanal oder welche Maßnahme konkret zum Erfolg beigetragen hat.

Auch die Optimierungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Klassische Kampagneneinstellungen wie:

  • gezielte Keyword-Optimierung
  • Ausschluss von Suchbegriffen
  • Kontrolle über Platzierungen

stehen bei PMax nur sehr begrenzt zur Verfügung. Dadurch verschiebt sich die Arbeit weg von klassischer Kampagnensteuerung hin zu einer stärkeren Abhängigkeit vom System selbst.

Ein weiterer Punkt ist die automatisierte Erstellung von Werbemitteln. Google kombiniert Texte, Bilder und Videos dynamisch – je nach Nutzer, Gerät und Plattform – und erstellt daraus unterschiedliche Anzeigenformate. Das ist effizient für die Anzeigenerstellung, bedeutet aber auch, dass du keine vollständige Kontrolle über die konkrete Ausgestaltung deiner Werbeanzeigen hast.

Hinzu kommt die notwendige Lernphase: Da Performance-Max-Kampagnen stark auf Machine Learning basieren, benötigen sie Zeit und ausreichend Daten, um ihr Potenzial zu entfalten. In dieser Phase können Ergebnisse schwanken und sind oft noch nicht stabil.

Nicht zuletzt spielt das Budget eine wichtige Rolle. Bei geringem Budget stoßen PMax-Kampagnen schnell an ihre Grenzen, da dem Algorithmus schlicht die Datenbasis fehlt, um effektiv zu optimieren. In solchen Fällen können sie sogar ineffizienter sein als klassisch gesteuerte Kampagnen.

Unterm Strich wird Performance-Max damit zur Vertrauensfrage gegenüber dem Google-Algorithmus: Du gibst Kontrolle ab – in der Hoffnung auf bessere Kampagnenleistung durch Automation.

Zusammengefasst sind die Nachteile von P-Max folgende:

  • Abhängigkeit vom Budget
  • Weniger Kontrolle über Ausspielung
  • Geringe Transparenz (Blackbox)
  • Eingeschränkte Optimierungsmöglichkeiten
  • Abhängigkeit vom Algorithmus

10. Fazit: Performance-Max als starker Hebel – aber kein Selbstläufer

Performance-Max-Kampagnen sind ein konsequenter Schritt von Google in Richtung Automatisierung und datengetriebenes Marketing. Sie bieten Werbetreibenden die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Setup-Aufwand eine hohe Reichweite über alle relevanten Kanäle hinweg zu erzielen und Kampagnen effizient zu skalieren.

Gleichzeitig wird aber auch deutlich: PMax ist kein „Plug-and-Play“-Wundermittel. Der Erfolg hängt stark von der Qualität der bereitgestellten Daten, Assets und Zielvorhaben ab. Wer hier ungenau arbeitet, überlässt dem Algorithmus zu viel Interpretationsspielraum – mit entsprechend unscharfen Ergebnissen.

Die größte Herausforderung liegt im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Kontrolle. Während klassische Kampagnen durch Transparenz und gezielte Steuerung überzeugen, setzt Performance-Max auf Automation und Systemvertrauen. Genau hier entscheidet sich, wie sinnvoll der Einsatz im jeweiligen Setup ist.

In der Praxis zeigt sich daher ein klares Bild: Performance-Max funktioniert am besten als Ergänzung zu bestehenden Kampagnenstrukturen, nicht als vollständiger Ersatz.

Unternehmen, die beide Ansätze strategisch kombinieren, also gezielte Nachfrage für ihre Produkte oder Dienstleistungen über Search abgreifen und gleichzeitig über PMax skalieren, erzielen in der Regel die nachhaltigsten Ergebnisse.

Du fragst dich, ob P-Max Kampagnen auch für dich und dein Unternehmen relevant sein könnte? Kontaktiere uns noch heute für ein unverbindliches Gespräch.